Dienstag, 3. Juni 2008
Das liebe Geld
Hallo liebe Leute,

wer hält uns denn mal mit den aktuellen Devisenkursen auf dem Laufenden??

Zambian Kwatscha
South african Rand
Botswana Pula

Malawi Kwatscha
Mozambique ???

Grüße aus dem nahen Afrika

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Montag, 2. Juni 2008
Wieder mal nichts los
Hallo zusammen,

unsere 2te Tour neigt sich nun dem Ende zu und es gibt mal wieder kaum etwas zu berichten...

In Livingstone haben wir Birgit an Bord genommen und zunächst einmal eine Expedition in unbekanntes Gelände unternommen. Der südliche Kafue NP in Zambia stand auf dem Programm. Die Hinfahrt gestaltete sich schon ein wenig schwierig, da die Straße (so man sie so nennen will) , über 70km, aus Schlaglöchern besteht. Nun gut wir haben die Prüfung überstanden und haben dann auch das Gate erreicht. Wir zahlten für 2 Übernachtungen, für die es keine Camps gibt, fanden aber nach einer abenteuerlichen Nachtfahrt, mit reichlich Schräglage und einem Krokodil vor den Vorderrädern (Shocking!) eine private Campsite, wo wir die 2 Nächte verbrachten. Der Park ist lanschaftlich super was wahrscheinlich daran liegt, dass er kaum Tiere beinhaltet. Entschuldigung, Tsetse Fliegen waren reichlich vorhanden. Wir verlängerten nicht und fuhren besagte Strecke zurück nach Livingstone, wo wir diesmal deutlich ruhiger in der Livingstone Safari Lodge (Campsite) nächtigten. Auf Jolliboys mit krakelenden Mit20zigern hatten wir nämlich keinen Bock mehr.
Am nächsten Morgen sind wir somit in unser geliebtes Botswana zurückgekehrt. Mit der Fähre und freundlichen aber nervigen Hilfsangeboten, die wir diesmal aber ablehnten. Man versteht ja, dass Menschen Geld verdienen müssen aber diesen Beschiss machen wir nie wieder mit.
Birgit und ich gaben uns an diesem Abend einen Sundown cruise auf dem Chobe und waren wirklich happy als wir zurückkehrten. Es gab kaum was zu sehen, außer viele Hippos beim Grasen, Elefanten mit Babys die den Fluß überquerten, Krokodilen am Ufer und und und. Auf jeden Fall war es so schön, dass wir den nächsten Tag im Chobe NP verbrachten. Mit Elefanten, die zum streicheln nahe, mit Babys das Auto passierten ( wir machten keinen Mucks und alles lief relaxt ab), kämpfenden Kudus, einem Leoparden Riß im Baum (verschwand trotz mehrfacher Kontrollen) im Laufe des Tages aus dem Baum, sowie Impalas, Pukus und Sables.
Nächster Tag Fahrerei, mit einer satten Schlaglochstrecke zwischen Pandamateng und Nata (auch Botswana kann so was).
Im Nxai NP war nicht allzuviel los. Wir beobachteten Elefanten, Giraffen und Schakale (einer kam ganz nah ans Auto). Die Löwen, die noch am Vortag dort waren haben sich wie wir beim Rausfahren feststellten, in den Süden verzogen. Baines Baobab sind super und die Campsite gegenüber eine Übernachtung wert. Das spannendste an dem Aufenthalt war sicher der Schweizer, der seinen Hilux komplett im Tiefsand aufgesetzt hatte und unser freundliches Schleppangebot ablehnte. Er wollte sich gerne ausgraben - Why not - es war erst 11:00 und schon pralle Sonne. Vielleicht verstehe ich das nicht und man war erst im Gelände, wenn man die Schaufel benutzt hatte. Seine Frau stand daneben und dachte sicher etwas ähnliches wie "Männer!!" - Ergänzung von mir, Annette: Der Nxai ist klein, fein und wie ich finde, sehr schön. Es gibt zwar nicht die riesigen Tiermengen, aber wir hatten immer genug zu sehen und landschaftlich ist er auch sehr schön (inkl. Campsite)

Unser anschließender Aufenhalt im CKGR (Central Kalahari Game Reserve) begann wie immer. Die Shell Tankstelle in Rakops hat zwar inzwischen elektrische Zapfsäulen, aber es mangelt noch immer am Diesel. Die Fahrt nach Mopipi war uns zu weit und so berechneten wir wieviel Sprit wir noch in den Kannistern hatten und wie weit wir damit kämen. Ergbnis: reicht dicke und los ging es. Der Supermarkt hat übrigens sein Angebot um ca 0,5% erweitert.
Die erste Nacht verbrachten wir im Deception Valley, wo sich erstaunlich viele Oryxe, Springböcke und Gnus tummelten. Das abendliche Konzert der Schakale ist hier einzigartig und immer eine Reise wert. Nächster Tag, neues Glück. Unterwegs zur Piper Pan sahen wir erstaunlich viele Honigdachse beim Graben, was wohl an dem bedeckten Himmel lag. Einen hatten wir direkt neben der Tür, bis uns so ein Superheld mit nacktem Oberkörper, festem Grinsen und Blindheit das Sighting fuckte. Er fuhr voll speed aus der Spur und auf den Dachs zu, der sein Leben nur noch durch Flucht retten konnte und der Held stand immer noch auf der Leitung. w.z.b.w. (Und man muss dazu erwähnen, dass der Held zu einem der insgesamt vier Fahrzeuge gehörte, die uns innerhalb von vier Tagen begegneten - super timing!! Anm. Ann)
So, jetzt schreib ich mal weiter. Am zweiten Tag fuhren wir in die Piper Pan, wo wir zwei Nächte gebucht hatten. Birgit gefiel es dort erst nicht so gut, da sie es wohl zu abgeschieden fand. Sie fragte, ob wir wirklich zwei Tage dort bleiben wollen. Es wurde dann aber ein sehr relaxter Tag, denn dankenswerter Weise waren auch dort eine große Herde Gnus (mit kleinen Gnus), Oryxe und Springböcke unterwegs. Von Tatzenspuren, die einen klitzekleinen Hinweis auf Kätzchen hätten liefern können, allerdings keine Spur. Es ist blöd, aber irgendwie fühlt man sich in der Bringschuld, weil halt alle gerne mal Löwen sehen wollen, die sich aber einfach nicht auf ein festen sightingtermin einlassen wollen... Nun denn, der Spätnachmittag brach mit unserer Abendsafari an, die abrupt am Wasserloch endete, als wir einen Platten feststellen mussten, den uns klitzekleine Dornen beigebracht hatten. Also Reifenwechsel im Sonnenuntergang, na ja, irgendwie auch lustig. Dann zurück zum Camp, gemütliches Abendessen und dann ins Bett. Das war es mit der Piper Pan? Weit gefehlt!!!! Um ca 15 Minuten vor vier war die Nacht zu Ende und ein Spektakel der ganz besonderen Art brach los. Ich wachte durch den sogenannten Alarmcall von Vögeln auf, den diese machen, wenn ein Feind sich nähert. Gleich darauf hörte ich das vertraute Geräusch von näher kommenden Löwen. Jochen war auch wach geworden und ich flüsterte: Löwen. Häh, meinte er, das sind doch Strauße (Was ein großes HÄH in meinem Kopf verursachte).
Aber bereits ein paar Minuten später waren sie erneut zu hören - die Löwen und nicht die vermeintlichen Strauße. Ich schaute auf die Uhr: Es war zwei vor vier. Das Geräusch klang nun sehr nah und ich flüsterte zum Jochen: "Ich glaube, die kommen direkt hierher." Gesagt, getan, da kamen sie gleich mal anmaschiert. Zu allererst kam ein Löwe rechter Hand von unserem Zelt vorbei - gut zu erkennen im faden Mondscheinlicht. Er bewegte sich zielstrebig zum Leopardenkill im Baum hin. Welcher Leopardenkill? Das ist doch unser prall gefüllter 20 Liter unkaputtbarer Schweizer Militärwassersack!! Das wusste der Löwe aber nicht. Ein gezielter Sprung, ein ordendlicher Schnapp und die Schweizer Armee hat ein Erklärungsproblem! Der Löwe, erschrocken ob dem brutalen vermeintlichen Blutverlust des Opfers sprang zurück, aber nur ein, zwei Meter. Als alles Wasser hinausgelaufen war (Es rauschte wie ein Wasserfall), kam er wieder um zu trinken. Ich sollte vielleicht erwähnen, dass wir dies sitzend von unserem Zelt aus beobachteten - ca 3 Meter davon entfernt!! Der Löwe - by the way - erreichte knappe Zelthöhe ( 1, 50 m), belegt und dokumentiert durch Bilder von Birgit, die ihr Zelt gegenüber ca. 15 Meter entfernt hatte.

zu dem Zeitpunkt war der Sack schon angerissen und entleert (Bild Birgit)
in diesem Zelt sitzen Jochen und ich. Könnt ihr euch vorstellen, was das für ein Gefühl ist????. Birgits Bilder sind übrigens aufgehellt. Das Ganze spielte sich ja zwischen 4 und 7 Uhr morgens ab!

Zwischenzeitlich hatten sich noch zwei weitere, ebenfalls männliche Löwen dazugesellt. Da der eine egoistisch alles wegsüffelte, wollten die anderen auch nicht leer ausgehen. Was gab es also noch? Nun, erst gab es einen erneuten Versuch die Beute gänzlich aus dem Baum zu holen (Die Aufhängung hielt nämlich). Dies endete damit, dass ein weiterer ordentlicher Triangel aus dem Sack gerissen wurde, um als Kaugummi zu dienen. Aber damit nicht genug. War doch Tobetime angesagt. Da wäre nun als nächstes mal unser Tisch- und Stuhl-equipment zu betrachten. Na, so ein Stuhl ist doch auch eine feine Beute. Haps und weg damit ins Gebüsch. Der dritte Löwe wollte nicht außen vorbleiben. Ist doch ungerecht! Was kann man also noch anrichten? Eine Frage, die wir uns im Zelt langsam mit zunehmenden Bangen auch stellten. Noch hat ein Löwe nur mal kurz durch das Gazefenster hineingeschaut und damit direkt uns in die Augen, was ungefähr zum halben "Herzstillstand" bei mir führte, weiter war nichts geschehen. Aber wie lange noch? Nun, noch gab es genug anderes. Da wäre doch unser feiner Spaten. Lecker, lecker! Der Löwe hatte ein kleines Handlingsproblem, aber schließlich bekam er ihn gut ins Maul und zog stolz mit seiner Trophae ab.
Das wäre Jochens Waffe gewesen, zumindest spielte er mit dem Gedanken. Zu spät!!! Wir fanden den Spaten und den Stuhl aber später wieder. Der Spaten hat einen Zahnabdruck!!! Cool, oder??
Da geht Jochens Waffe dahin (Bild Birgit)und tschüss...
Da blieben jetzt noch zwei Gläser auf dem Tisch, zwei weitere Stühle, der Tisch selbst und der Müllsack, der neben uns im anderen Baum hing. Ja - und wir natürlich. Zum zigten Mal verschwanden die Löwen wieder aus unserem Sichtbereich (wir reden hier von einer mehrstündigen Aktion!!!!!) und uns war klar, dass etwas passieren muss. Nicht, dass man nicht einen Tag lang mal im Zelt bleiben kann (Blasendrang unterdrückend), nein, aber wir wussten einfach nicht, was den Löwen noch einfallen könnte. Zunächst einmal zogen sie sich aus unserem Sichtbereich zurück, waren aber noch zu hören (grummel, kau). (Ich bins wieder Jo) Einen Blick von Birgit aus dem Zelt quittierten sie mit einem Gegenblick - war da nicht gerede etwas - . Nun ja diesmal verschwand auch dieser Löwe etwas weiter weg (~30m) um sich zu den Anderen an den Pfannenrand und außer Sicht abzulegen. Während Annette noch überlegte, ob sie sich trauen würde zum Auto zu gehen, ergriff ich die Chance. Die Bande machte schliesslich den Eindruck als ob sie sich in unserer Nähe häuslich niederlassen wolle. Ich machte mich also die 10m zum Auto auf den Weg, vorsichtig nach allen Seiten sichernd. Im Auto, griff ich sogleich zum Zündschlüßel -?- nicht da - owei. Griff in die Tasche - Gott sei Dank, da war er. Schnell Motor anlassen, meine Begleiterinnen aus dem Zelt abholen und den Löwen nach. Drei Junglöwen, sie heißen jetzt Rufus, Brutus und Kain oder Trio infernale, lagen am Wegesrand. Sie machten sich gestört vom Motorlärm über die Pfanne davon (Wo sie es sich doch gerade so gemütlich gemacht hatten...). Sie gingen Richtung Wasserloch wo wir sie wieder erreichten und ausgiebig ablichten konnten, was wieder nicht gefiel. Wir verzogen uns auch und machten erst mal Kaffee, wovon wir im Zelt neben einem Toilettengang geträumt hatten. Man sollte halt immer eine volle Flasche Wasser, Kekse, eine leere Flasche, eine Tüte, Klopapier und Taschenmesser im Zelt haben, als Notfallbeutel - wir bringen sowas demnächst auf den Markt.
Nun gut, bevor wir Piperpan den Rücken drehten besuchten wir unser Trio infernale noch einmal. Sie lagen friedlich auf der Pfanne und sonnten sich als ob nichts gewesen wäre.
Qualitätsprobleme!

Die Rückfahrt ins Deception Valley verlief vergleichsweise ereignislos.

Leopard Tortoise

Was guckst du?

Die Nacht war ruhig und wir brauten unseren Morgenkaffee als wir schon wieder Löwen ganz nahe grummeln hörten. Na wenn wir schon mal da sind schauen wir halt mal hin. Nach dem Landy die Spur aufgenommen hatte fanden wir sie auf dem Weg neben der nächsten Campsite (~300m). Patriarch und ein Paar Jungtiere wie sich später rausstellte hatten dort einen Riß gemacht und waren zum Teil noch beim aufessen. Apropo Essen wir bekamen dann auch langsam Hunger und zogen uns zurück. Nach dem Frühstück schauten wir noch mal zurück wo wir den Alten auf dem Weg zu einer anderen Campsite liegend fanden. Er lag mitten im Weg und machte seine Arbeit im Schlafe. Er beschützte sein Rudel das auf der dahinterliegenden Campsite verdaute. Löwen kommen halt nur äußerst selten auf Campsites!!!!!!!!
Flehmender Löwe


Achtung - Löwe bei der Arbeit

Wir verließen den Park nicht ohne die Story den Rangern zu erzählen. Diese meinten zunächst, dass wir Löwen nicht von Hyänen unterscheiden könnten. Können wir wohl!!!!

Weiter gings nach Kubu Island wo ich, zu meiner Schande sagen muß, eine Abzweigung verfehlte was uns wieder eine Nachtfahrt bescherte, die aber GPS sei Dank zum Ziele führte. Unser Wächter erklärte uns, dass wir hier nicht mit Löwen rechnen müßten und wir schliefen ganz entspannt.

Am nächsten Morgen fuhren wir noch einmal durch die Pfannen nach Norden. Diesmal war das eine superstaubige Angelegenheit. Mehlartiger grauer Staub drang durch alle Ritzen ins Auto. Wieder waren Zebras, Strauße und Springböcke unterwegs. Wir fanden diesmal auch Green Baobab, dieser lohnt aber eigentlich nicht der Mühen.
Endßose Weiße


Louis Baobab ist definitiv schöner und leichter zu erreichen. Wenn wir wieder daheim sind machen wir einen Blog dazu auf. Ihr seht also wir haben eigentlich keine Zeit mehr zum Arbeiten, wenn wir Heim kommen.

Jetzt sind wir im Planet Baobab und hatten oh Graus Overlander neben uns. Der Guide konnte überhaupt nicht verstehen, dass für 2 Overlandertrucks von der gleichen Firma (Nomads.co.za) 2 große Campsites zu klein sind. Dann kommen auch immer die gleichen Kack Argumentationen, als ob alle anderen Trottel wären. Die Reisegruppe war aber ansonsten nicht allzu laut (A-länder). Nur eine Gruppe von 20 macht halt Lärm, Töpfe klappern, Motor laufen lassen während wir Frühstücken. Ein Mädel wollte unbedingt Skydiven, was nur in Zambia geht, und sicher nicht shoppen. Es ist schon erstaunlich warum man so weite Reisen macht. Ich sage nur A.

Annette macht weiter Fortschritte bei Vögeln ich muß mich in Acht nehmen!!!!!!!!!

Grüße aus dem Süden

Annette und Joachim

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Freitag, 16. Mai 2008
Gruß aus Livingstone
Wir sind von Johannesburg in die Waterberge gefahren und haben 2 Nächte in einem Bushmencamp zugebracht, das sehr schnuckelig lag und uns dieGelegenheit zum beschnuppern bot. Patricia und Sven sind sehr lustig und die Chemie stimmte von Anfang an, was hoffentlich im Verlaufe so bleibt. Am 2ten Abend als wir mit den Bushmen am Feuer saßen, flog Annette eine Heuschrecke ( ~10cm lang) an und krallte sich ein. Die anschließende Zeremoniebeschwörung der Heuschrecke mit glühender Kohle und in den Bushwerfen, worauf sie zum Feuer zurückkehrte, zeigte den Bushmen, dass Annette besser zu Hause anrufen sollte, da sich von ihrer Familie jemand in Schwierigkeiten befinden könnte. Tatsache war, dass Konrad an diesem Tag einen Schrittmacher implantiert bekam. Außerdem wußten die Bushmen, warum auch immer, dass ich schon mal eine Begegnung mit einer Puffotter hatte (inzwischen sind es 2, dazu aber später).Unseren ersten Reifen mußten wir auch wechseln.

Von hier fuhren wir weiter nach Botswana ins Kharma Rhinosanctuary. Der erste Kontakt für Sven und Patricia mit wilden Tieren. Wir haben neben den üblichen Gras und Blattfressern ein Breitmaulnashorn mit Jungem (Abends) und ein Spitzmaulnashorn gesehen. Begeisterung auf allen Seiten. Bei unserer Ankunft gab es am Eingang eine längere Diskussion zwischen einem Deutschen Ehepaar, das keine Campsite mehr bekam und dem Manager. Die Kernaussage war, dass es unmöglich ist wenn man vor einem Chalet campt, dass man dann das Chalet bezahlen muß. Der Manager argumentierte ganz zutreffend, dass er das Chalet dann nicht mehr vermieten könne. Das Ehepaar fand es ganz unmöglich, dass auch in Afrika sich Einrichtung nicht durch Mildtätigkeit gegenüber Touristen finanzieren. Die beiden waren mit einem Merzedestruck mit münchner Kennzeichen unterwegs. Also auch Kategorie bedürftig.

Am Nächsten Morgen ging es weiter ins Gelände. Durch die Pans fuhren wir zum Kubu Island, leider war es sehr windig und bewölkt. Eigentlich hatten wir eine kleine excursion durch unsere Galaxis geplant, was wir durch Windschutzbau und gemütlichen Talk am Lagerfeuer ersetzt haben.

Am Morgen, nach einem ausführlichen Walk zwischen den riesigen Baobab, fuhren wir nach Norden weiter durch die Pfannen zu Chapmans Baobab. Ziemlich imposanter Baum (25-30m Stammumfang). Jeder, der was auf sich hielt, hat seinen eigenen Baobab, ihr wißt ja, dass wir jetzt auch einen nach uns benannt haben. Bis dahin hatten wir aber einen Pfannendurchquerung nach GPS hinter uns (feine Technik) und schon einiges an Zebras, Strausse und Antilopen ausserhalb eines Nationalparkes bewundert. Auf der Weiterfahrt zu Greens Baobab ( haben wir nicht gefunden da die Google angaben mindestens in südöstlicher Richtung abweichen) haben wir dann eine Zebraherde mit ~300 Tieren gesehen, die in östlicher Richtung migrierte. Das macht schon Laune auf mehr und das kam dann später. Zuerst haben wir mal ein leckeres Abendessen in Planet Baobab in Gweta (empfehlenswertes Camp) gehabt. Natürlich war ein großer Overlanderbus aus Namibia am Platze und 3 mal dürft ihr raten wo die Insassen herkamen. War aber nicht weiter schlimm, da alle bis auf ein Pärchen älter als wir waren ( die Armen, Mitte 20).

Am Morgen verbrachten wir ganz touristisch mit einer villagetour durch Gweta - geführt. Gweta hatte gerade eine Überschwemmung hinter sich, wobei sich ein Fluß weiter nördlich enleerte. Das Wasser brachte auch einige Fische mit nach Gweta, die jetzt fleissig geangelt werden. Wir haben auch eine "Brauerei" besucht, wo aus Melonen Alkohol gemacht wurde - schmecht so wie man es vermutet. Danach machten wir einen Besuch bei einem alten Mann, der uns die Stöckchen warf was bei mir wieder ein langes Leben ergab ( macht euerer Kinder schon mal darauf gefasst, dass ich teuer werde) und die Frage warum ich nicht Medizin studiert hätte. Das ist halt Afrika da passieren solche Dinge. Mittags fuhren wir dann Richtung Maun, wurden an einem roadblock von einem gutgelaunten Polzisten zugetextet und verblümt um ein T-Shirt aus Deutschland gebeten. Wir ignorierten die Bitte und das machte auch nichts. Am Ortsanfang von Maun ließen wir in 10Min. unseren Reifen reparieren (Schlauchechsel all inkl. 22 Pula ~ 3€). Übernachtung auf dem Audicamp.

Am nächsten Morgen brachen wir zu unserer Übernachtungstour ins Delta auf. Voll gepackt 2 Zelte, Liegematten, Töpfe, Teller und Essen für 2 Tage und 6 Leute. Die Pooler werden mitversorgt. Am Abend machten wir einen kurzen Walk zu den Hippos wo sich leider sch herauskristallisierte, dass unser Guide zwar nett war aber des Englischen nicht so ganz mächtig war. Der Abend am Feuer war dann auch entsprechend kurz. Der Morgenwalk war allerdings dann sehr ergiebig. Wir sahen mehrmals Zebras, dazwischen trafen wir auf ein balzendes Warthogpächen. Die Beiden liefen immer um einen Busch herum, er immer hinter ihr her dabei immer Klicklaute ausstoßend, dahinter liefen noch 2 Junge. Zuerst hat uns das Weibchen bemerkt, wer hätte das gedacht, und er blieb ganz irritiert stehen und überriß es aber immer noch nicht. Dann gemeinsamer Abgang. Danach haben wir noch Kudus gesehen und am Schluß noch ein paar Giraffen am Wasserloch. Fast hättte ich noch die Impalas vergessen (Entschuldigung) und den Schakal der auf dem Weg stand. Um 13:00 sollten wir eigentlich zurück gepoolt werden. Aber unsere Abreise verzögerte sich immer weiter, wie sich herrausstellte weil noch eine weitere Person mit uns abgeholt werden sollte und das später als wir geplant hatten. Wir vertrieben uns also die Zeit ein wenig am Platze. Ich stand gerade unter einem Busch um Vögel zu bebachten als es neben mir laut raschelte. Mit einem Blick zur Seite erkannte ich eine Schlange sich auf mich zu bewegen. Ich trat also vorsichtig 2 Schritte zurück um die Puffotter passieren zu lassen ( Ja ich bin jetzt kompetent), so was passiert halt in Afrika.
Die Ursache für unsere Verspätung war dann eine Amerikanerin auf einem Kurzaufenthalt in Botswana und wie sich im Gespräch ergab eine gebürtige Brockhaus (Ja -Die). Nach einer verwegenen Fahrt kamen wir dann doch noch in Maun an. Leider war es nun schon 6 pm. Wir mußten noch für die nächsten 6 Tage einkaufen und wollten dann eigentlich noch ins Kaziikini Camp weiterfahren. Da wir nicht wußten, wie lange das Vetgate davor aufhat (24h wissen wir jetzt) entschieden wir uns in Maun zu bleiben und die Einkäufe morgen zu erledigen. War dann auch defintiv relaxter. In der Nacht quälten uns die Hähne und Esel ganz fürchterlich was uns den Abschied leicht machte.

Im Moremi fing dann alles ganz relaxt an mit Impalas (Ich denke daran!!!). Später sahen wir dann ein Gnu, Zebras und viele Vögelchen (Annette übt jetzt täglich Vögel erkennen und macht gute Fortschritte). Mittagspause machten wir an einem Wasserloch und beobachteten die Moorantilopen. In der Ferne bewegten sich "Termitenhügel" (Sie entpupten sich als grasende Hippos) - Ein Idyll. Auf der Weiterfahrt entdeckten wir in einer Herde Moorantilopen ein weißes Jungtier - coooool!
Später verbrachten wir dann eine gute Stunde mit der Beobachtung von 6 Giraffen. Trinken und Hälseverknoten sowie ein paar Paarungversuche eines Jungbullen. Wie jedes Jahr erreichten wir 3rd Bridge kurz vor Sonnenuntergang. Wir waren nicht wenig erstaunt über die Baustellen die sich uns darboten. Hier wie auf allen anderen Moremicamps werden neue Waschhäuser, Rangercamps und Gates errichtet (Ratet mal wer das sponsert - wir treten aus der EU aus, wenn das so weiter geht). Die Bauarbeiter berichteten uns von einem Löwenrudel an der 4th Bridge. Leider fanden wir es nicht, dafür sahen wir rund 100 Marabus herumstehen. Zurück auf der Campsite waren unsere Freunde, die Paviane, recht friedlich. Und die Nacht, im Vergleich mit Maun, war ein Gedicht.

Ok die Löwen haben wir dann am nächsten Tag gefunden zwischen 4th Bridge und Xaxanxa, aber zuerst sahen wir viele viele Geier auf den Bäumen, das war die Stelle wo sie ein paar Tage vorher einen Riß gemacht hatten. Von einem Guide bekamen wir einen Hinweis wo die Löwen sind und das Jagdfieber erwachte. Ja wir haben sie tatsächlich beim trinken erwischt und einen guten Platz zwischen alll den Fahrzeugen gefunden. Links versuchte der Pascha eine junge Löwin zu vernaschen die zeigt im aber die Krallen und Zähne. Von Rechts kamen nach und nach 2 trächtige blutverschmierte Löwin auf um zu trinken. Und eh du guckst ist schon wieder eine Stunde um. Wir machten uns auf den Weg nach Xaxanxa. Wo sonst nette Pans waren fanden wir Seen und Wasserquerungen vor. Auf der Campsite sahen wir dann auch unsere ersten Elefanten (Ihr hattet euch vielleicht gewundert). Die Herrschaften waren heiß und machten ein wenig Stress, ist aber nichts passiert (nur Imponiergehabe). Der Abenddrive sollte eigentlich nach Deadtree Island führen was uns aber zu naß war. Dafür fanden wir unsere Löwen wieder an einem Riß.

Barbara du siehst wir haben unsere Erfahrungen schon gemacht, aber Landy ist der King!!!!!!!!!! und er kann jetzt Karate.

Normal verlief der nächste Tag. Wir fuhren über Dombo Hippopool (Hippos waren weit weg) zur Kwai campsite. Wir bauten die Zelte auf und gingen auf einen Abendrive wo wir dann noch weitere Elefanten fanden (aktueller Stand am Abend - 7). Die Nacht verlief ohne, bis Sven am nächsten Morgen irgenwas in der Pan stehen sah Schakal? Auf jeden Fall waren dann alle ausser Patrizia wach. Ein Blick durchs Fernglas machte allen Spekulationen (kurzfristig waren auch Hyänen im Gespräch) ein Ende. Sattelt den Landy, Patrizia mußte im Schlafanzug ins Auto hüpfen. Gekonnt pirschte sich Landy an ein Rudel Wildhunde (11) an. Wir folgten ihnen ein Paar Minuten bis sie uns bedeuteten, dass sie auf der Jagd seien und wir stören würden. Also zurück zum Platz und Kaffee kochen und da kamen sie wieder. Noch schnell 2 Impalas über die Pfanne gejagt während wir mit unserem Kaffee schlürften. Keinem ist etwas passiert und wir waren die einzigen, die es gesehen haben. Whoww!!!!!!

Verleichsweise war der Drive am Kwai entlang langweilig. Die Hippos waren nicht am Platz - Unverschämtheit! Dafür haben wir einen 1/2 Elefanten gesehen (die andere Hälfte war unter Wasser). Sonst war es aber wie immer Genial. Nach dem Chobe Gate war dann diesemal Halligalli, inkl. liegender Giraffen, sieht aus wie ein Badedino!! Im Savuti war nicht viel los, der Linyanti paradiesisch (Action: Elefant badete im Abenddunkel direkt vor uns, Hippos trampelten am Land rum, der Löwe war auch wieder da und keiner hat mehr als eine Stunde geschlafen - ach es ist einfach schön. Jochen hat natürlich schon mehr geschlafen, aber der schläft ja immer. Klammersatz stammt von mir, wer hätte das gedacht) und die Nacht im Ihaha ruhig. Am Abend haben wir noch eben die ersten Büffel gesehen, waren aber ein wenig nervös. Auf dem Weg aus dem Chobe, entlang der Riverfront dann noch mal Büffel, eine Herde Sabels und Partizia hatte es schon nicht mehr geglaubt eine große Elefantenherde mit gaaaaaaaaanz kleinen. Man kommt aus diesen Parks nicht mehr raus wenn man mal drin ist.
Heute noch eine ordentliche Dusche an den Fällen, aber jetzt muss ich kochen, da sonst Patrizia vom Stuhl fällt (Sven will Heilbutt - aber der ist so drauf... - mit Kapernsoße. Kudufleisch geht ihm mittelerweile auf den Geist, ist langweilig. Er hätte gerne Pudel als Begleiter, hat er vermisst. Jetzt bitte nichzt wundern... Pudelbiltong ist auch noch eine Alternative)

Wir haben übrigens eine Kobra auf dem Landydach, die wohnt da. Jetzt aber Schluss- Kochen!!!!

Ciao Joachim und Annette

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